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Warum der Prompt alleine nicht reicht

Gute KI-Antworten brauchen den richtigen Kontext Kaum eine Fähigkeit wurde...

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Qlik Agentic Data Engineering

Datenarbeit neu gedacht Daten für Analytics und AI bereitzustellen, kostet...

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Vom Meeting zum Protokoll

AI Use Case Vertragsmanagement

Wenn der Vertragsordner mehr weiß als das Unternehmen Verträge regeln...

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Open Knowledge Format

Wenn KI nicht mehr suchen muss, sondern nachschlagen kann KI-Modelle...

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Warum der Prompt alleine nicht reicht

Gute KI-Antworten brauchen den richtigen Kontext

Kaum eine Fähigkeit wurde in den vergangenen Jahren rund um generative KI so intensiv diskutiert wie das Prompten. Es gibt Kurse, Cheat-Sheets und Sammlungen bewährter Formulierungen. Und ja, gute Prompts helfen – auch wir haben an dieser Stelle bereits Tipps dazu gegeben.

Im Unternehmenseinsatz zeigt sich jedoch immer wieder dasselbe Muster: Ob ein KI-Assistent brauchbare Antworten liefert, hängt selten allein von der Eleganz der Frage ab. Mindestens genauso entscheidend ist, welche Informationen dem Modell für die konkrete Aufgabe zur Verfügung stehen.

Für diesen Perspektivwechsel hat sich seit 2025 der Begriff Context Engineering etabliert – angestoßen unter anderem von Shopify-Chef Tobi Lütke und Andrej Karpathy, der ihn als die Kunst und Wissenschaft beschrieb, das Kontextfenster für jeden Schritt mit genau den richtigen Informationen zu füllen. [1] Gemeint ist die systematische Gestaltung der Informationen, Anweisungen, Werkzeuge und Zwischenergebnisse, die ein Modell für den jeweils nächsten Schritt benötigt.

Das Kontextfenster: der Arbeitsspeicher des Modells

Für eine konkrete Anfrage kann ein Sprachmodell auf sein Trainingswissen und auf die Informationen zurückgreifen, die ihm im aktuellen Kontext bereitgestellt werden. Dazu gehören beispielsweise Systemvorgaben, die eigentliche Frage, abgerufene Dokumente, der bisherige Gesprächsverlauf und, je nach Anwendung, Beschreibungen verfügbarer Werkzeuge sowie deren Ergebnisse.

Man kann sich dieses Kontextfenster vereinfacht als Arbeitsspeicher vorstellen. Es ist begrenzt und wird für die jeweilige Interaktion mit relevanten Informationen gefüllt. Unternehmensspezifisches Wissen, das weder im Trainingswissen enthalten noch über den aktuellen Kontext verfügbar ist, kann das Modell nicht einfach kennen.

Damit wird auch der Unterschied zum Prompt Engineering greifbar: Der Prompt ist ein Bestandteil dieses Kontextes. Context Engineering betrachtet dagegen das gesamte Informationsumfeld: Was kommt hinein? In welcher Form? Zu welchem Zeitpunkt? In welcher Reihenfolge? Und ebenso wichtig: Was bleibt bewusst draußen? [2]

Warum „einfach alles mitgeben“ nicht funktioniert

Viele aktuelle Modelle können sehr große Kontextmengen verarbeiten, teilweise Hunderttausende Token oder mehr. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede zusätzliche Information automatisch die Qualität verbessert.

Modelle nutzen lange Kontexte nicht immer gleich zuverlässig. Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte Lost-in-the-Middle-Effekt: Relevante Informationen werden schlechter berücksichtigt, wenn sie zwischen vielen anderen Inhalten eingebettet sind. [3] Und eine Untersuchung von Chroma an 18 aktuellen Modellen zeigt, dass die Zuverlässigkeit mit zunehmender Kontextmenge generell sinken kann – selbst wenn die theoretische Größe des Kontextfensters noch lange nicht ausgeschöpft ist. [4]

Dazu kommen ganz praktische Probleme: Irrelevante Informationen lenken ab. Widersprüchliche Informationen erschweren Entscheidungen. Veraltete Informationen führen zu falschen Ergebnissen. Und jedes zusätzliche Token erhöht Rechenaufwand, Latenz und gegebenenfalls Kosten.

Ein großes Kontextfenster ist deshalb kein Ersatz für gute Kontextauswahl. Kurz gesagt: Kuratieren schlägt Kippen.

Die Werkzeuge des Context Engineering

In der Praxis lassen sich vier zentrale Hebel unterscheiden.

Erstens: Auswahl. Retrieval-Verfahren wie RAG sorgen dafür, dass nicht komplette Wissensbestände in den Kontext geladen werden, sondern möglichst genau die Informationen, die für die aktuelle Aufgabe relevant sind. Entscheidend sind dabei nicht nur die Dokumente selbst, sondern auch ihre Aufteilung, Metadaten, Suchlogik und gegebenenfalls eine nachgelagerte Bewertung der Treffer.

Zweitens: Struktur und Vorgaben. Gut strukturierte und eindeutig formulierte Informationen sind für Modelle leichter nutzbar als unstrukturierte Textmengen. Auch Systemvorgaben brauchen die richtige Flughöhe: präzise genug, um das gewünschte Verhalten zu steuern, aber flexibel genug, um nicht in immer längeren Wenn-dann-Katalogen zu enden. Definierte Begriffe, klare Verantwortlichkeiten und kuratierte Konzeptseiten, wie wir sie im Zusammenhang mit dem Open Knowledge Format beschrieben haben, zahlen unmittelbar darauf ein.

Drittens: Werkzeuge statt vorab geladenem Wissen. Ein Agent muss nicht jede möglicherweise relevante Information von Anfang an im Kontext haben. Stattdessen kann er über definierte Werkzeuge und Schnittstellen gezielt auf Daten, Systeme oder Funktionen zugreifen, sobald sie für einen Arbeitsschritt benötigt werden. Standards wie das Model Context Protocol helfen dabei, solche Werkzeuge einheitlich verfügbar zu machen.

Viertens: Gedächtnis und Verdichtung. Bei längeren Aufgaben ist es weder sinnvoll noch nötig, jeden Zwischenschritt dauerhaft im aktiven Kontext zu behalten. Gesprächsverläufe können verdichtet, Entscheidungen dokumentiert und relevante Zwischenstände gezielt wieder eingebracht werden. So bleibt Platz für die Informationen, die für den aktuellen Schritt tatsächlich wichtig sind. [2]

Prompt Engineering ist nicht falsch – aber es reicht nicht

Gute Prompts bleiben wichtig. Die Perspektive verändert sich jedoch: Statt nur zu fragen „Wie formuliere ich meine Frage besser?“, lautet die wichtigere Frage: „Welche Informationen braucht das Modell für diesen Schritt – und wie bekommt es sie zuverlässig?“

Damit wird Context Engineering zur Systemaufgabe. Es betrifft nicht nur die Formulierung einzelner Anweisungen, sondern auch Datenqualität, Wissensorganisation, Berechtigungen, Retrieval, Tooling und Governance. Denn selbst die beste Kontext-Pipeline hilft wenig, wenn zentrale Begriffe im Unternehmen unterschiedlich definiert sind, Dokumente veraltet sind oder mehrere Systeme widersprüchliche Informationen liefern. Die Kontext-Infrastruktur, von der wir im Zusammenhang mit dem Open Knowledge Format gesprochen haben, lässt sich deshalb auch als Context Engineering auf Unternehmensebene verstehen.

Oder ganz kurz: Der Prompt stellt die Frage. Der Kontext entscheidet über die Antwort.

Worauf es beim Einstieg ankommt

Context Engineering beginnt mit Transparenz. Wenn ein KI-Assistent enttäuschende Ergebnisse liefert, sollte nicht automatisch das nächstgrößere Modell die erste Lösung sein. Die erste Frage lautet: Was hatte das Modell für diese Antwort tatsächlich zur Verfügung – und was hat gefehlt? Dafür braucht es eine nachvollziehbare Protokollierung der relevanten Kontextbestandteile, selbstverständlich unter Berücksichtigung von Datenschutz und Informationssicherheit.

Im nächsten Schritt lohnt sich eine Inventur je Anwendungsfall: Welche Quellen liefern den benötigten Kontext? Wie aktuell sind sie? Gibt es widersprüchliche Informationen? Welche Inhalte sollten dauerhaft gepflegt und welche nur dynamisch abgerufen werden?

Und schließlich gilt: messen statt vermuten. Bereits ein überschaubares Set repräsentativer Testfragen mit erwarteten Ergebnissen zeigt, ob eine Änderung am Retrieval, an den bereitgestellten Informationen oder an der Struktur tatsächlich zu besseren Antworten führt.

Context Engineering bedeutet damit nicht, möglichst viel Wissen an ein Modell zu übergeben. Es bedeutet, die richtigen Informationen im richtigen Moment in der richtigen Form verfügbar zu machen.

Du möchtest verstehen, warum Dein KI-Assistent nicht die erhofften Antworten liefert – oder wie sich Retrieval, Wissensbasis und Werkzeuge zu einer belastbaren Kontext-Architektur verbinden lassen? Sprich uns gerne an, Du erreichst mich unter alessandro.cibin@evaco.de. Wir unterstützen bei der Analyse bestehender Anwendungen, der Konzeption einer passenden Kontext-Pipeline und der technischen Umsetzung – lokal, in der Cloud oder hybrid.

Quellen

[1] Andrej Karpathy auf X (in Anknüpfung an Tobi Lütke), Juni 2025 – https://x.com/karpathy/status/1937902205765607626

[2] Anthropic: „Effective Context Engineering for AI Agents“, September 2025 – https://www.anthropic.com/engineering/effective-context-engineering-for-ai-agents

[3] Nelson F. Liu et al.: „Lost in the Middle: How Language Models Use Long Contexts“, TACL 2024 – https://arxiv.org/abs/2307.03172

[4] Chroma: „Context Rot: How Increasing Input Tokens Impacts LLM Performance“, Juli 2025 – https://research.trychroma.com/context-rot

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Qlik Agentic Data Engineering

Datenarbeit neu gedacht

Daten für Analytics und AI bereitzustellen, kostet in vielen Unternehmen sehr viel Zeit und manuellen Aufwand. Mit Qlik Agentic Data Engineering erweitert Qlik seine Plattform um spezialisierte AI Agents, die Data Teams bei zentralen Aufgaben unterstützen – von Datenqualität und Katalogisierung bis hin zur Entwicklung von Datenpipelines.

Als Qlik Partner der ersten Stunde begleitet EVACO Unternehmen dabei, Technologie und Datenstrategie sinnvoll zu integrieren und aus neuen Funktionen konkrete Mehrwerte für den Arbeitsalltag zu schaffen. Wir erachten Qlik Agentic Data Engineering als Chance, einen Technologiesprung auf Basis bestehender Tools und Strukturen zu erzielen und unmittelbare Mehrwerte zu generieren.

Mehr Unterstützung im Data Engineering

Mit Agentic AI verändert sich auch die Arbeit im Data Engineering. Wiederkehrende Aufgaben müssen nicht mehr ausschließlich manuell umgesetzt werden. Spezialisierte Agents können einzelne Arbeitsschritte übernehmen und Data Engineers gezielt unterstützen.

Qlik verbindet diesen Ansatz mit Funktionen rund um Datenintegration, Datenqualität, Governance und Datenprodukte. So entsteht eine durchgängige Grundlage, um Daten verlässlich für Analytics- und AI-Anwendungen bereitzustellen.

Konkret bedeutet das für Dich: weniger Zeit für repetitive Aufgaben und mehr Raum für Architektur, Governance und die Weiterentwicklung Deiner Datenplattform.

Spezialisierte Agents für unterschiedliche Aufgaben

Qlik stellt in Qlik Talend Cloud verschiedene Agents für konkrete Aufgaben entlang des Datenlebenszyklus bereit:

  • Der Data Product Agent unterstützt Dich bei der Erstellung, Governance und Bereitstellung kuratierter Datenprodukte.
  • Der Data Quality Agent hilft Dir dabei, Daten zu profilieren, ihre Qualität zu überwachen und Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Der Catalog and Business Glossary Agent unterstützt bei der Klassifizierung und Dokumentation von Daten sowie bei der Pflege einheitlicher Geschäftsbegriffe.
  • Der Pipeline Agent ist darauf ausgelegt, den Aufbau und die Bereitstellung von Datenpipelines stärker zu automatisieren.

Damit geht Qlik über klassische AI-Assistenten hinaus. Die einzelnen Agents sind auf konkrete Aufgabenbereiche ausgerichtet und unterstützen Dich innerhalb definierter Rahmenbedingungen.

Datenpipelines in natürlicher Sprache beschreiben

Ein weiterer Bestandteil von Qlik Agentic Data Engineering sind die sogenannten Declarative Data Pipelines.

Dabei beschreibst Du das gewünschte Ergebnis einer Datenpipeline in natürlicher Sprache. Coding Agents unterstützen anschließend bei der technischen Umsetzung. Qlik nennt hier unter anderem Claude Code und GitHub Copilot in Verbindung mit Visual Studio Code.

Der Fokus verschiebt sich damit vom einzelnen technischen Schritt stärker auf das gewünschte Ergebnis. Governance und Datenqualität bleiben dabei ein fester Bestandteil des Prozesses.

Achilles-Ferse im Griff: verlässliche Datenbasis

Agentic AI kann nur dann sinnvoll arbeiten, wenn auch die zugrunde liegenden Daten stimmen. Und je eigenständiger AI-Systeme Aufgaben übernehmen, desto wichtiger werden Datenqualität, nachvollziehbare Herkunft, einheitlicher Kontext und klare Governance. Genau hier setzt Qlik mit Agentic Data Engineering an.

Es geht also nicht allein um mehr Automatisierung. Entscheidend ist eine Datenbasis, auf die sich Menschen, Anwendungen und AI Agents gleichermaßen verlassen können.

Was bedeutet das für Dein Data Team?

Besonders interessant wird Agentic Data Engineering dort, wo heute viel Zeit in wiederkehrende Aufgaben fließt: Datenprofiling, Qualitätsprüfungen, Katalogisierung, Dokumentation oder die Pflege von Pipelines.

Qlik setzt Agents genau an diesen Punkten ein. So kannst Du Routineaufgaben stärker automatisieren und Deine Ressourcen dort einsetzen, wo sie den größeren Mehrwert schaffen – etwa bei Datenarchitektur, Governance oder der Entwicklung neuer Use Cases.

Von der Technologie zum passenden Einsatz

Neue Funktionen allein schaffen noch keinen Mehrwert. Entscheidend ist, wie gut sie zu Deiner Datenarchitektur, Deinen Prozessen und Deinen Zielen passen. Hier unterstützen wir Dich gerne: wir kennen die Qlik Plattform aus zahlreichen Projekten und unterschiedlichen Anwendungsszenarien aus dem Effeff und helfen Dir, die Möglichkeiten von Qlik Agentic Data Engineering einzuordnen, passende Einsatzfelder zu identifizieren und sie sinnvoll und minimalinvasiv in Deine bestehende Umgebung zu integrieren.

Gemeinsam mit Dir klären wir, welche Prozesse sich für eine stärkere Automatisierung eignen, welche Anforderungen an Datenqualität und Governance bestehen und wie sich eine verlässliche Grundlage für Analytics und AI schaffen lässt.

Qlik Agentic Data Engineering mit EVACO – wir unterstützen Dich von der ersten Einordnung bis zur Umsetzung in Deiner bestehenden Qlik Umgebung.

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AI Use Case Vertragsmanagement

Wenn der Vertragsordner mehr weiß als das Unternehmen

Verträge regeln einen erheblichen Teil des unternehmerischen Alltags: Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Miete und Leasing, Wartung, Software-Lizenzen, Versicherungen, Arbeitsverhältnisse. So verbindlich ihre Inhalte sind, so unübersichtlich ist häufig ihre Ablage: Der Bestand verteilt sich auf Aktenordner, Netzlaufwerke, Postfächer und Fachsysteme – als Papier, Scan oder PDF und nicht selten in unterschiedlichen Versionen.

Das eigentliche Problem ist deshalb meist nicht, dass Informationen fehlen. Sie sind vorhanden – aber nicht verfügbar. Was vereinbart wurde, weiß im Zweifel nur, wer den Vertrag gelesen hat. Spürbar wird das spätestens, wenn eine Kündigungsfrist näher rückt, vor einem Audit bestimmte Klauseln gefunden werden müssen oder in einer Verhandlung kurzfristig zu klären ist, welche Konditionen eigentlich gelten. Dass daraus reale Kosten entstehen, ist gut belegt: World Commerce & Contracting beziffert den durchschnittlichen Wertverlust durch schwaches Vertragsmanagement auf rund neun Prozent des Jahresumsatzes – die besten Unternehmen halten ihn bei etwa drei Prozent, die schwächsten verlieren 15 Prozent und mehr. [1]

Was KI bei der Vertragsanalyse leisten kann

Genau hier setzt KI-gestützte Vertragsanalyse an. Dokumente werden digital erfasst und automatisiert analysiert; bei gescannten Verträgen übernehmen Texterkennung oder multimodale Modelle das Lesen, ein Sprachmodell arbeitet die relevanten Angaben anschließend strukturiert heraus: Vertragsparteien und -gegenstand, Laufzeiten, Kündigungsfristen und Verlängerungsregelungen, Zahlungsbedingungen und Preisanpassungsklauseln, Haftungs- und Gewährleistungsregelungen, Sonderkündigungsrechte sowie Vereinbarungen zu Datenschutz und Vertraulichkeit.

Entscheidend ist dabei die Nachvollziehbarkeit: Jede extrahierte Angabe bleibt mit ihrer Fundstelle im Originaldokument verknüpft, sodass sich jederzeit prüfen lässt, worauf sich eine Aussage stützt.

Aus dem verteilten Bestand entsteht so Schritt für Schritt ein strukturiertes Vertragsregister: Fristen werden sichtbar, Klauseln vergleichbar, Vertragsinformationen auswertbar. Fragen, deren Beantwortung bislang tagelange Sichtung bedeutete, lassen sich in Minuten klären: Welche Verträge verlängern sich in den kommenden 90 Tagen automatisch? Wo fehlt eine Regelung zur Informationssicherheit? Welche Lieferantenverträge enthalten Preisanpassungsklauseln? Und weil die Ergebnisse strukturiert vorliegen, lassen sie sich in bestehende Analytics-Umgebungen wie Qlik oder Power BI übernehmen – Vertragsinformationen werden damit nicht nur auffindbar, sondern Teil des operativen Controllings.

Von der Extraktion zur intelligenten Prüfung

Besonders interessant wird der Anwendungsfall dort, wo Verträge nicht nur ausgelesen, sondern miteinander oder mit definierten Standards verglichen werden. Ein System erkennt dann, ob eine geforderte Klausel vorhanden ist, ob eine Formulierung von der eigenen Standardvorlage abweicht oder ob vereinbarte Konditionen außerhalb definierter Grenzen liegen. Damit verschiebt sich der Nutzen von der reinen Suche zur systematischen Vorprüfung: Die KI markiert Auffälligkeiten, macht Unterschiede sichtbar und priorisiert relevante Passagen – und entlastet Fachbereiche und juristische Expertinnen und Experten spürbar bei der Sichtung. Was sie nicht liefert, ist ein verbindliches juristisches Urteil.

Warum gerade hier lokale Verarbeitung überzeugt

Kaum ein Datenbestand ist so vertraulich wie der Vertragsbestand: Preise und Konditionen, Verhandlungsergebnisse, Haftungsregelungen, strategische Geschäftsbeziehungen – und spätestens bei Arbeitsverträgen hochsensible personenbezogene Daten. Oft verpflichtet schon der Vertrag selbst zur Geheimhaltung gegenüber Dritten. Cloud-Dienste zur Vertragsanalyse gibt es viele, und wenn Datenschutz, Vertragsbedingungen und Architektur zu den eigenen Anforderungen passen, können sie eine tragfähige Option sein. Gerade bei Kernverträgen, Konditionen und Personalunterlagen stellt sich jedoch eine weitergehende Frage: Müssen diese Dokumente die eigene, kontrollierte Infrastruktur überhaupt verlassen?

Genau hier spielt eine lokale Architektur ihre Stärken aus: Dokumentenverarbeitung, Sprachmodell, Suchindex und Ablage laufen vollständig auf der eigenen Infrastruktur – weder die Verträge noch die daraus gewonnenen Informationen werden zur Verarbeitung an externe KI-Dienste übertragen. Leistungsfähige offene Modelle machen das heute realistisch. Entscheidend ist allerdings die gesamte Kette: Ein lokal betriebenes Sprachmodell allein schafft noch keine Datensouveränität – auch Texterkennung, Embeddings, Suchindex, Protokollierung, Zwischenergebnisse und Backups gehören ins Sicherheitskonzept.

Das Gleiche gilt für Berechtigungen: Nicht jede Person, die nach Verträgen suchen darf, sollte automatisch jeden Vertrag sehen können. Zugriffsrechte müssen deshalb auch innerhalb der KI-Anwendung durchgesetzt werden – Personalunterlagen bleiben beim zuständigen Personenkreis, sensible Einkaufskonditionen bei den berechtigten Bereichen. Hinzu kommt die Anpassbarkeit: eigene Vertragsarten, definierte Klauselkataloge, der Abgleich mit den eigenen Standardformulierungen und auf Wunsch die Übergabe erkannter Fristen an bestehende Systeme.

Was auch Teil der Wahrheit ist

Ein realistischer Blick gehört dazu. KI-gestützte Vertragsanalyse extrahiert, strukturiert, vergleicht und weist auf Auffälligkeiten hin – sie ersetzt keine juristische Prüfung und keine Rechtsberatung. Ob eine Klausel rechtlich wirksam, wirtschaftlich akzeptabel oder im konkreten Kontext riskant ist, bleibt eine fachliche Bewertung; das Ergebnis der KI ist ein sehr guter Arbeitsstand, keine freigegebene Entscheidung. Auch die Qualität der Dokumente setzt Grenzen: Schlechte Scans, handschriftliche Ergänzungen und verstreute Nachträge verarbeitet die Technik heute erstaunlich gut, aber nicht fehlerfrei – Fundstellenverweise, Qualitätskontrollen und Stichproben sind deshalb Pflicht. Und schließlich verhindert eine erkannte Frist allein noch keine verpasste Kündigung: Es braucht einen gelebten Prozess mit Verantwortlichkeiten, Erinnerungen und klaren Entscheidungen. Sonst entsteht aus einer unübersichtlichen Vertragsablage lediglich eine übersichtlichere Vertragsablage.

Der richtige Einstieg

Für den Start muss nicht der gesamte Bestand erschlossen werden. Bewährt hat sich ein klar abgegrenzter Anwendungsfall: eine Vertragsart – etwa Lieferanten-, Wartungs- oder Mietverträge –, ein Pilotbereich und ein definierter Satz an Informationen und Klauseln, die tatsächlich gebraucht werden. An diesem Bestand zeigt sich, wie zuverlässig die Dokumente verarbeitet werden, welche Angaben sich automatisiert extrahieren lassen und wo weiterhin menschliche Prüfung nötig ist. Darauf aufbauend lässt sich fundiert entscheiden, wie die Lösung ausgebaut und in bestehende Prozesse integriert wird – bis hin zum Baustein einer eigenen lokalen KI-Plattform, auf deren Dokumenten-, Retrieval- und Berechtigungsarchitektur weitere Anwendungsfälle aufsetzen.

Die Anforderungen dafür lassen sich am besten in gezielten Workshops und anhand konkreter Dokumente erarbeiten: Welche Vertragsarten stehen im Fokus? Welche Informationen und Klauseln werden benötigt? Welche Systeme sind anzubinden, welche Berechtigungen gelten? Welche Vorgaben bestehen für Datenschutz, Aufbewahrung und Informationssicherheit – und an welchen Stellen muss ein Mensch eine Entscheidung bestätigen? Daraus entsteht keine theoretische KI-Vision, sondern eine belastbare Grundlage für Architektur, Pilotierung und Investitionsentscheidung.

Genau hier setzt EVACO an: von der strategischen Einordnung über konkrete Workshops bis zur Konzeption und Umsetzung passender KI-Lösungen. Gern beraten wir Dich unverbindlich, wie sich Dein Vertragsbestand sicher erschließen, strukturiert auswerten und in bestehende Prozesse integrieren lässt. Du erreichst mich unter alessandro.cibin@evaco.de.

Quellen

[1] World Commerce & Contracting (WorldCC): Contract Management Whitepaper, August 2025 – https://info.worldcc.com/contract-management-aug-2025

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Open Knowledge Format

Wenn KI nicht mehr suchen muss, sondern nachschlagen kann

KI-Modelle werden von Generation zu Generation leistungsfähiger. Über die Qualität ihrer Ergebnisse entscheidet im Unternehmenseinsatz trotzdem selten das Modell allein, sondern der Kontext, den es erhält: Was bedeutet die Kennzahl „aktiver Kunde“ bei uns? Welche Tabelle ist die verbindliche Quelle? Wer ist verantwortlich, wenn ein Prozess nicht funktioniert?

Die Antworten existieren in den meisten Unternehmen – verteilt auf Wikis, Laufwerke, Datenkataloge, Ticketsysteme und die Köpfe erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Jedes neue KI-Projekt beginnt deshalb damit, denselben Kontext erneut zusammenzusuchen und aufzubereiten. Das eigentliche Problem ist häufig nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Kontext-Infrastruktur.

Genau hier setzt das Open Knowledge Format (OKF) an, das Google Cloud am 12. Juni 2026 als offene, herstellerneutrale Spezifikation vorgestellt hat – aktuell in Version 0.1 und ausdrücklich als Ausgangspunkt gedacht. [1] Die Idee: Unternehmenswissen wird so beschrieben, dass es an keine Plattform, keine Datenbank und kein bestimmtes KI-Modell gebunden ist. Modelle können wechseln. Das Wissen, auf das sie zugreifen, bleibt.

Zur Einordnung: So funktioniert klassisches RAG

Wer heute einen KI-Assistenten mit eigenen Informationen versorgt, setzt meist auf Retrieval-Augmented Generation (RAG): Dokumente werden in Abschnitte zerlegt und indexiert; zu jeder Frage ermittelt das System die relevantesten Textstellen und übergibt sie dem Sprachmodell als Kontext. [3] Der große Vorteil ist der schnelle Einstieg – die Dokumente bleiben, wie sie sind. Gerade für umfangreiche, unstrukturierte Bestände ist RAG deshalb zu Recht etabliert.

Zugleich entscheidet die Qualität der Suche, was das Modell überhaupt zu sehen bekommt. Gefundene Textstellen kommen ohne Zusammenhang; bei widersprüchlichen Dokumenten bleibt offen, welche Definition verbindlich ist; und verfehlt das Retrieval die passende Quelle, entstehen sprachlich überzeugende, aber fachlich falsche Antworten. Zugespitzt: RAG findet Belege. Welche Aussage im Unternehmen gilt, entscheidet es nicht – das ist eine Frage von Governance, nicht von semantischer Ähnlichkeit.

Was das Open Knowledge Format anders macht

OKF beginnt nicht bei der Suche, sondern bei der Repräsentation des Wissens. Ein OKF-„Bundle“ ist ein Verzeichnis einfacher Markdown-Dateien. Jede Datei beschreibt genau ein Konzept – eine Tabelle, eine Kennzahl, eine Schnittstelle, einen Prozess. Am Anfang steht ein kleiner strukturierter Kopfbereich im YAML-Format, in dem nur das Feld type verpflichtend ist; darunter folgt normaler Text mit Definitionen, Schemata und Zuständigkeiten. Gewöhnliche Markdown-Links verbinden die Konzepte zu einem Wissensnetz, eine Index-Datei dient als Einstiegspunkt. [1]

Für einen KI-Agenten ähnelt das einem gut gepflegten Betriebshandbuch: Er rekonstruiert nicht bei jeder Frage neu, was ein Begriff wahrscheinlich bedeutet, sondern öffnet eine geprüfte Konzeptseite und folgt ihren Verweisen. Ganz ohne Suche kommt auch er nicht aus – aber er sucht in konsolidiertem Wissen statt in Rohdokumenten.

Drei Eigenschaften machen den Ansatz interessant: Dieselbe Datei ist für Menschen lesbar und für Agenten verarbeitbar – ohne Übersetzungsschicht. Wissen lässt sich wie Code verwalten, mit Versionierung und nachvollziehbaren Reviews statt stiller Wiki-Edits. Und OKF ist Format statt Plattform: kein Konto, kein SDK, keine Bindung an Anbieter oder Werkzeuge. [1]

RAG oder OKF? Beides.

Der Kernunterschied liegt im Ausgangsmaterial. RAG erschließt vorhandene Rohdokumente und leitet Wissen bei jeder Anfrage neu ab – mit geringem Startaufwand, aber abhängig von Dokumenten- und Suchqualität. OKF hält kuratierte Konzeptseiten bereit – konsistent und wiederverwendbar; dafür muss das Wissen einmal explizit gemacht und dauerhaft gepflegt werden, sonst wird es zum dokumentierten Irrtum. Und während RAG mit breitem Tooling etabliert ist, steht OKF als junge Spezifikation noch am Anfang.

RAG liefert Reichweite. OKF liefert Orientierung.

In der Praxis ergänzen sich beide: OKF für das Kernwissen, bei dem Konsistenz zählt – Kennzahlendefinitionen, Datenmodelle, Schnittstellen, zentrale Prozesse. RAG für die Masse an Dokumenten, die niemand kuratieren wird – Verträge, Protokolle, Berichte, E-Mails. Ein gepflegtes Bundle ist zudem selbst hervorragendes Ausgangsmaterial für ein RAG-System.

Interessant ist auch der Impuls hinter OKF: das von Andrej Karpathy beschriebene „LLM Wiki“-Muster, bei dem ein Sprachmodell eine dauerhafte, verlinkte Wissensbasis pflegt – neue Quellen einarbeitet, Querverweise ergänzt, Widersprüche sichtbar macht. [2] Agenten können so einen Großteil der Pflegearbeit übernehmen. Welche Definition gilt und welche Änderung freigegeben wird, bleibt jedoch eine Governance-Aufgabe: OKF garantiert weder die Richtigkeit einer Aussage, noch regelt es Berechtigungen oder Infrastruktur.

Worauf es beim Einstieg ankommt

Ein Format allein schafft noch keinen verlässlichen Wissensbestand. Bewährt hat sich ein pragmatischer Start: mit einem klar abgegrenzten Bereich beginnen, etwa den zwanzig wichtigsten Kennzahlen eines Fachbereichs; je Konzept klären, welche Quelle maßgeblich ist und wer fachlich verantwortet; automatisch erzeugen, wo es sinnvoll ist, und von Fachleuten prüfen lassen; Reviews von Anfang an einplanen. Vor allem aber ist die Pflege eine Daueraufgabe, kein Projekt mit Enddatum.

Wissen einmal strukturieren, überall nutzen

Die eigentliche Chance liegt nicht darin, dass KI-Modelle grundsätzlich intelligenter werden – sondern darin, dass Unternehmen ihren Kontext nicht für jede neue Anwendung erneut aufbereiten müssen. Liegen zentrale Definitionen und Zusammenhänge einmal portabel und maschinenlesbar vor, profitieren alle Anwendungen davon: der Assistent im Fachbereich, der Agent in der Datenanalyse, das nächste Automatisierungsvorhaben. Das Wissen wird vom projektspezifischen Hilfsmittel zu einem Teil der Infrastruktur.

Oder ganz kurz: RAG durchsucht die Quellen. OKF pflegt das Handbuch.

Du möchtest herausfinden, ob das Open Knowledge Format ein sinnvoller Baustein für Eure KI-Vorhaben ist – oder wie sich OKF und RAG in Eurer Umgebung kombinieren lassen? Sprich uns gerne an, Du erreichst mich unter alessandro.cibin@evaco.de. Wir unterstützen Euch bei der Einordnung, beim Aufbau eines ersten Wissens-Bundles und bei der Integration in bestehende KI-Anwendungen.

Quellen

[1] Google Cloud: „Introducing the Open Knowledge Format“, 12. Juni 2026 – https://cloud.google.com/blog/products/data-analytics/how-the-open-knowledge-format-can-improve-data-sharing · Spezifikation: https://github.com/GoogleCloudPlatform/knowledge-catalog/tree/main/okf

[2] Andrej Karpathy: „LLM Wiki“, 4. April 2026 – https://gist.github.com/karpathy/442a6bf555914893e9891c11519de94f

[3] Patrick Lewis et al.: „Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks“, NeurIPS 2020 – https://arxiv.org/abs/2005.11401

 

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Lokale LLMs: Mehr Kontrolle, weniger Abhängigkeit

Fable/Mythos zeigt: KI braucht Datensouveränität Large Language Models fassen Verträge...

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EVACO Expertise: Wie KI die BI-Rolle verändert

EVACO Data Scientist Tobias Eickmanns hat das Fachmagazin BI-Spektrum als...

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EVACO ist Sponsor der Qlik AI Reality Tour 2026 in Deutschland

Als Qlik Partner der ersten Stunde ist EVACO auch in...

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Vom Meeting zum Protokoll

KI-Protokolle: Besprechungen zuverlässig dokumentieren

Wenn das gesprochene Wort nicht verloren gehen soll Besprechungen gehören...

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Lokale LLMs: Mehr Kontrolle, weniger Abhängigkeit

Fable/Mythos zeigt: KI braucht Datensouveränität

Large Language Models fassen Verträge zusammen, beantworten Kundenanfragen und durchsuchen Dokumentenberge in Sekunden. Was als Experiment begann, ist in vielen Unternehmen längst Teil des Arbeitsalltags. Mit jeder Anfrage fließen dabei Daten in diese Systeme, und damit rückt eine Frage unweigerlich in den Mittelpunkt: Was geschieht eigentlich mit diesen Daten?

Und nicht nur das: die US-Regierung hat Anthropic am 13.06. per Notanordnung verboten, seine fortschrittlichsten Modelle Fable 5 und Mythos 5 für ausländische Staatsangehörige bereitzustellen. Quintessenz: Es geht nicht nur um Datenschutz!
Wer sich vollständig auf externe KI-Anbieter verlässt, macht sich auch abhängig von politischen Entscheidungen, regulatorischen Vorgaben und Geschäftsinteressen Dritter.

Das kann schnell kritisch werden. Besonders dann, wenn KI-Anwendungen bereits tief in Prozesse, Wissensarbeit oder sicherheitsrelevante Abläufe integriert sind. Die gute Nachricht: Es gibt heute mehr Optionen als noch vor wenigen Jahren – von abgesicherten Cloud-Modellen über hybride Architekturen bis hin zu lokalen LLMs auf eigener Infrastruktur.

Je nach Anbieter, Region und Vertragsmodell kannst Du Daten heute innerhalb der EU verarbeiten lassen, vertraglich gegen eine Nutzung fürs Modelltraining absichern und durch Verschlüsselung sowie fein abgestufte Berechtigungskonzepte schützen. Für viele Unternehmen und Anwendungsfälle sind das tragfähige Optionen.

Manchen reicht das nicht. Wenn Du besonders sensible Informationen verarbeitest, strengen regulatorischen Vorgaben unterliegst oder schlicht maximale Kontrolle behalten willst, möchtest Du einen Schritt weiter gehen: Die Daten sollen die eigene Infrastruktur gar nicht erst verlassen. Für genau diese Fälle sind lokale LLMs eine ernstzunehmende Alternative.

Die Vorteile lokaler Modelle

Der entscheidende Vorteil ist Kontrolle. Bei einer konsequent lokalen Architektur läuft die gesamte Verarbeitung auf Deiner eigenen Infrastruktur. Keine Anfrage und kein vertrauliches Dokument verlässt Dein Unternehmen. Entscheidend ist dabei der Blick auf die ganze Kette: Neben dem Sprachmodell selbst gehören auch Embeddings, Vektordatenbank, Schnittstellen, Logging, Monitoring und gegebenenfalls die Dokumenten- und OCR-Verarbeitung dazu. Erst wenn all diese Komponenten lokal oder kontrolliert betrieben werden, entsteht echte Datensouveränität.

So bleiben Informationen innerhalb Deiner eigenen Systemgrenzen, was Datenschutz, Compliance und die Einhaltung interner Sicherheitsrichtlinien spürbar erleichtert. Im Gegenzug bleibt auch die Verantwortung bei Dir: Berechtigungen, Verschlüsselung, Betrieb und Wartung wollen sauber geplant und umgesetzt sein.

Hinzu kommt Unabhängigkeit. Wenn Du lokal betreibst, hängst Du weder an den Preismodellen noch an den Nutzungsbedingungen oder der Verfügbarkeit einzelner Anbieter. Auch die Kosten verschieben sich: An die Stelle der Abrechnung pro Anfrage treten kalkulierbare Aufwände für Infrastruktur und Betrieb. Das ist nicht zwangsläufig günstiger, aber deutlich planbarer.

Und schließlich: Anpassbarkeit. Lokale Lösungen lassen sich gezielt auf Fachbereiche, Datenbestände und Prozesse zuschneiden, etwa über Retrieval-Augmented Generation, klare Systemvorgaben oder bei Bedarf Fine-Tuning. So entstehen Anwendungen, die nicht generisch auf Sprache reagieren, sondern fest in Deinem Unternehmenskontext verankert sind.

Von der lokalen Lösung zur eigenen KI-Plattform

Auf dieser Basis kannst Du konkrete Anwendungen aufbauen: interne Wissensassistenten, die automatisierte Auswertung großer Dokumentenbestände oder die Anbindung an bestehende Fachsysteme. Strategisch weitergedacht kann daraus eine eigene lokale KI-Plattform werden, die als gemeinsame Grundlage für unterschiedliche Anwendungen in Deinem Unternehmen dient.

Eine Einschränkung gehört ehrlicherweise dazu: Der lokale Betrieb bietet nicht die Flexibilität der Cloud. Schnelles Skalieren, der sofortige Zugriff auf die jeweils neuesten Modelle und das vollständige Auslagern des Betriebs stehen lokal nicht im gleichen Maße zur Verfügung. Umso wichtiger ist es, Deine Anforderungen vorab präzise zu klären: Welche Anwendungsfälle und Daten stehen im Fokus? Welche Modellgröße ist nötig, mit welcher Last ist zu rechnen? Und welche Vorgaben gelten für Sicherheit, Betrieb und Integration in Deine bestehende Systemlandschaft?

Der richtige Einstieg

Genau diese Klarheit lässt sich am besten in gezielten Workshops schaffen, in denen Anforderungen, Anwendungsfälle und technische Rahmenbedingungen gemeinsam herausgearbeitet werden. Das Ergebnis ist die Grundlage für eine belastbare Architekturentscheidung.

Und weil der Aufbau einer lokalen Lösung Zeit und Investitionen bedeutet, lohnt sich oft noch ein Schritt davor: die Auseinandersetzung mit Deiner KI-Strategie. Sie stellt sicher, dass Prioritäten richtig gesetzt werden und die spätere technische Lösung, ob Cloud, lokal oder hybrid, tatsächlich auf Deine Unternehmensziele einzahlt, statt isoliert zu entstehen.

Genau hier setzt EVACO an: von der strategischen Einordnung über konkrete Workshops bis zur Konzeption und Umsetzung passender KI-Lösungen. Gern beraten wir Dich unverbindlich, welcher Ansatz für Dein Unternehmen der richtige ist. Du erreichst uns unter info@evaco.de info@evaco.de.

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EVACO Expertise: Wie KI die BI-Rolle verändert

EVACO Data Scientist Tobias Eickmanns hat das Fachmagazin BI-Spektrum als Gastautor bereichert. In seinem Beitrag zeigt er, wie generative KI, MCP und dialogbasierte Analysen die Rolle von BI-Entwicklern grundlegend transformieren.

Vom Entwickler zum Orchestrator

Wie beeinflusst generative KI die Arbeit in Business Intelligence? Dieser Frage widmet sich EVACO Data Scientist Tobias Eickmanns in seinem Gastbeitrag für das BI-Spektrum, Ausgabe 02/2026.

Unter dem Titel „Vom Entwickler zum Orchestrator: Die neue Rolle des BI-Entwicklers“ beleuchtet er, warum klassische Dashboards und vordefinierte Berichtspfade zunehmend an Grenzen stoßen. Fachbereiche erwarten heute schnelle, kontextbezogene Antworten. Analysen entstehen immer häufiger im Dialog statt in statischen Cockpits.

Vom Dashboard zur dialogbasierten Analyse

Tobias macht gleich am Anfang seines Beitrags deutlich: Business Intelligence steht vor einem Paradigmenwechsel. Generative KI ermöglicht es, Fragen in natürlicher Sprache zu stellen, dynamisch auszuwerten und Ergebnisse kontextbezogen einzuordnen.

Damit verschiebt sich der Fokus weg von der reinen Visualisierung einzelner Berichte. Entscheidend wird, ob Datenmodelle, Metadaten und Geschäftsregeln so aufbereitet sind, dass KI-gestützte Systeme fachlich korrekte Antworten liefern können.

MCP als Bindeglied zwischen KI und BI

Ein zentraler Aspekt des Gastbeitrags ist das Model Context Protocol (MCP), das sich anschickt, zum USB-Standard für KI Schnittstellen zu werden. MCP dient als technisches Bindeglied zwischen Sprachmodellen und BI-Systemen. Es ermöglicht einen kontrollierten Zugriff auf Daten, Metadaten und fachliche Logiken.

Für Unternehmen ist das besonders relevant, weil KI-Systeme nicht isoliert auf Basis ihres Trainingswissens antworten sollen. Stattdessen müssen sie auf eine verlässliche Datenbasis zugreifen können – inklusive Berechtigungen, Governance und klar definierter Kennzahlen.

Die neue Rolle von BI-Entwicklern

Tobias teilt in seinem Fachbeitrag seine Einschätzung, dass BI-Entwickler durch diese Entwicklung nicht überflüssig werden. Aber ihre Rolle verschiebt sich, denn Aus Berichtserstellern werden zunehmend Orchestratoren: Sie kuratieren semantische Modelle, sichern Datenqualität, definieren Geschäftsregeln und sorgen dafür, dass KI-gestützte Analysen fachlich belastbar bleiben.

Einschätzung:

  • Dateninteraktion in natürlicher Sprache führt zu einem Wandel von klassischer BI zu generativen Analysen.
  • Schwerpunkt verändert sich von der Erstellung einzelner Berichte zur Bereitstellung von Datenmodellen, Metadaten und Geschäftsregeln, damit KI-gestützte Systeme fachlich korrekte Antworten liefern können.
  • Im Fokus stehen MCP, semantische Modellierung und Governance.
  • Die Rolle von BI-Entwicklern verschiebt sich vom Report-Building zur Orchestrierung.
  • Unternehmen sollten KI-gestützte BI über klare Datenmodelle und Pilotprojekte absichern.

Tobias resümiert: BI bleibt – mit neuem Schwerpunkt

Der Gastbeitrag im BI-Spektrum zeigt: Der Wandel in Business Intelligence ist kein reiner Technologietrend. Er betrifft Prozesse, Rollenbilder und die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen, BI-Teams und KI-Systemen.

Für EVACO ist klar: Verlässliche KI-gestützte Analysen entstehen nicht allein durch leistungsfähige Modelle. Sie brauchen saubere Datenstrukturen, klare fachliche Logik und eine starke Governance.

Zum Gastbeitrag auf es hier, das PDF findest Du hier. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, wie generative BI, MCP und semantische Modellierung deine Datenstrategie weiterbringen können, komm gerne in unsere KI-Sprechstunde und finde heraus, wie du deine BI-Umgebung fit für KI-gestützte Analysen machst.

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EVACO ist Sponsor der Qlik AI Reality Tour 2026 in Deutschland

Als Qlik Partner der ersten Stunde ist EVACO auch in 2026 Sponsor der Qlik AI Reality Tour. Die jährliche Eventreihe bringt Business- und IT-Entscheiderinnen und -Entscheider zusammen, um zu zeigen, wie Data, Analytics und AI in der Praxis messbare Ergebnisse schaffen.

AI Reality Tour 2026: AI in die Praxis bringen

Die Qlik AI Reality Tour 2026 ist eine globale Eventreihe, die Unternehmen dabei unterstützt, von AI-Ambition zu realen, messbaren Business Outcomes zu kommen. In der DACH-Region macht die Tour in Wien, Zürich und Düsseldorf Station.

Im Mittelpunkt stehen konkrete Use Cases, Customer Stories und praxisnahe Einblicke rund um Data, Analytics und AI. Das Format richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider aus Business und IT und verbindet strategische Keynotes mit Roundtables, Panel-Formaten, Breakout Sessions und Networking.

Warum EVACO die AI Reality Tour unterstützt

EVACO begleitet Unternehmen dabei, Daten nutzbar zu machen und AI Initiativen erfolgreich umzusetzen. Die AI Reality Tour bietet den passenden Rahmen, um über aktuelle Herausforderungen, konkrete Einsatzszenarien und nächste Schritte rund um datengetriebene Entscheidungen und AI zu sprechen.

Der besondere Fokus der Tour liegt nicht auf klassischem Konferenzprogramm, sondern auf hochwertigem Austausch. Alle Teilnehmer sind direkt in das Event-Erlebnis eingebunden und kommen in abwechslungsreichen Formaten mit einander ins Gespräch.

Was dich vor Ort erwartet

Die AI Reality Tour 2026 macht am 24. Juni 2026 im Capitol Theater Düsseldorf halt. Auf der Agenda stehen unter anderem visionäre Keynotes, Roundtable-Diskussionen und Kundenerfahrungen. Qlik-Demos sowie Breakout Sessions geben Einblick in die gelebte Praxis.

Gemeinsam über Data, Analytics und AI sprechen

Du planst, Data und AI stärker in deinem Unternehmen zu verankern? Dann ist die AI Reality Tour eine gute Gelegenheit, um konkrete Ansätze kennenzulernen, Fragen zu stellen und dich mit Expertinnen und Experten auszutauschen. In ungezwungener Atmosphäre bleibt genug Zeit für Networking und fachlichen Austausch mit den Qlik-Experten und anderen Kunden.

Wir freuen uns, Dich bei der Qlik AI Reality Tour 2026 zu treffen – hier kannst Du Dich kostenlos anmelden!

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KI-Protokolle: Besprechungen zuverlässig dokumentieren

Wenn das gesprochene Wort nicht verloren gehen soll

Besprechungen gehören zum Arbeitsalltag wie E-Mails und Telefonate. In Projektrunden, Gremiensitzungen und Abstimmungsterminen fallen täglich Entscheidungen, werden Aufgaben verteilt und Erfahrungen ausgetauscht. Doch während für Dokumente und Daten längst Systeme und Prozesse existieren, bleibt das gesprochene Wort erstaunlich schlecht dokumentiert: Protokolle entstehen spät, lückenhaft oder gar nicht – geschrieben werden sie ohnehin ungern. Wer schon einmal Wochen nach einer Sitzung rekonstruieren musste, was eigentlich beschlossen wurde, kennt die Folgen.

Die gute Nachricht: Kaum ein Anwendungsfall lässt sich mit heutiger KI so greifbar lösen wie dieser. Moderne Spracherkennung wandelt die Aufzeichnung einer Besprechung zuverlässig in Text um, ein Sprachmodell erstellt daraus ein strukturiertes Ergebnisprotokoll: Themen, Diskussionsstände, Beschlüsse und Aufgaben samt Verantwortlichen und Terminen – auf Wunsch im gewohnten Format des Unternehmens. Aus einer ungeliebten Aufgabe, die bislang Stunden gebunden hat, wird ein Prüf- und Freigabeschritt von wenigen Minuten. Nebenbei entsteht etwas, das auf Dauer mindestens so wertvoll ist: ein durchsuchbares Gedächtnis aller dokumentierten Besprechungen, in dem sich Beschlüsse und Absprachen jederzeit wiederfinden lassen.

Warum gerade hier lokale Verarbeitung überzeugt

Zugleich berührt kaum ein Anwendungsfall so unmittelbar die Frage, die wir an dieser Stelle bereits gestellt haben: Was geschieht eigentlich mit diesen Daten? Eine Gesprächsaufzeichnung enthält die Stimmen aller Teilnehmenden – und damit personenbezogene Daten – sowie inhaltlich oft das Vertraulichste, was ein Unternehmen besitzt: Strategiediskussionen, Zahlen, Personalthemen, Verhandlungspositionen. Cloud-Dienste für Meeting-Transkription gibt es inzwischen viele, und für allgemeine Abstimmungen können sie eine tragfähige Option sein. Spätestens bei Geschäftsführungs-, Personal- oder Gremiensitzungen stellt sich jedoch die Frage, ob Aufnahme und Transkript das Haus überhaupt verlassen sollen.

Genau hier spielt eine lokale Architektur ihre Stärken aus. Spracherkennung, Sprachmodell und Ablage laufen vollständig auf der eigenen Infrastruktur – weder die Aufnahme noch das Transkript noch das fertige Protokoll verlassen das Unternehmen. Leistungsfähige offene Modelle machen das heute realistisch. Und wie immer lohnt der Blick auf die ganze Kette: Erst wenn auch Zwischenergebnisse, Archiv und Zugriffskonzept lokal und kontrolliert betrieben werden, entsteht echte Datensouveränität. Hinzu kommt die Anpassbarkeit: Fachbegriffe und Produktnamen, eigene Protokollvorlagen, abgestufte Vertraulichkeitsstufen und auf Wunsch die Übergabe erkannter Aufgaben an bestehende Systeme lassen sich gezielt umsetzen.

Was auch Teil des Wahrheit ist

Ein realistischer Blick gehört auch zu diesem Thema. Die Qualität des Protokolls steht und fällt mit der Qualität der Aufnahme – gute Mikrofone und ein wenig Gesprächsdisziplin zahlen sich unmittelbar aus. Das Ergebnis ist ein sehr guter Entwurf, kein freigegebenes Dokument: Die fachliche Prüfung bleibt beim Menschen, und das ist auch richtig so. Vor allem aber entscheidet der organisatorische Rahmen über den Erfolg: Aufzeichnungen setzen die Information und Zustimmung der Teilnehmenden voraus, die Einführung berührt regelmäßig die Mitbestimmung, und es braucht klare Regeln, welche Besprechungen erfasst werden, wie lange Aufnahmen gespeichert bleiben und wer auf Protokolle zugreifen darf. Wer diese Fragen früh und transparent klärt – idealerweise gemeinsam mit Datenschutz und Betriebsrat –, schafft Akzeptanz statt Vorbehalte.

Der richtige Einstieg

Bewährt hat sich ein überschaubarer Start: eine Besprechungsart, ein Pilotbereich, ein klar definierter Ablauf von der Aufnahme bis zur Ablage. Auf dieser Grundlage lässt sich fundiert entscheiden, wie die Lösung ausgebaut wird – bis hin zum Baustein einer eigenen lokalen KI-Plattform, auf der weitere Anwendungsfälle aufsetzen.

Die Anforderungen dafür lassen sich am besten in gezielten Workshops herausarbeiten: Welche Besprechungen stehen im Fokus? Welche Sprachen und Formate werden benötigt? Und welche Vorgaben gelten für Datenschutz, Speicherung und die Integration in die bestehende Systemlandschaft? Das Ergebnis ist die Grundlage für eine belastbare Architektur- und Investitionsentscheidung.

Genau hier setzt EVACO an: von der strategischen Einordnung über konkrete Workshops bis zur Konzeption und Umsetzung passender KI-Lösungen. Gern beraten wir Dich unverbindlich, wie sich die Dokumentation Deiner Besprechungen sicher und wirksam automatisieren lässt. Du erreichst mich unter alessandro.cibin@evaco.de.

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