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ESG meets KI – Berichtspflichten smarter lösen

EVACO zeigt beim Unternehmensnetzwerk Region West, wie Berichtspflichten smarter werden

Auf Einladung der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima fand das jüngste Treffen des Unternehmensnetzwerks Region West beim ACV Automobil-Club Verkehr in Köln statt. In offener Atmosphäre standen Vernetzung, Good Practices und praxisnahe Lösungen rund um Klimaverantwortung und Nachhaltigkeitsmanagement im Mittelpunkt – mit einem klaren Schwerpunkt: Wie Unternehmen ESG-Berichte effizient, prüfbar und konsistent erstellen können.

Gastgeber ACV: Nachhaltigkeitsstrategie und Sanierung mit Weitblick

Nach der Begrüßung durch Dr. Olivia Henke (Vorständin, Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima) und Holger Küster (Geschäftsführer, ACV) gab der ACV Einblicke in die nachhaltige Sanierung des ACV-Gebäudes – inklusive der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Abwägungen, die dem Projekt zugrunde liegen. Anschließend erläuterte Peter Renner (Vorstandsvorsitzender der Stiftung) das Netzwerkformat: voneinander lernen, Erfahrungen teilen und konkrete Lösungsansätze gemeinsam weiterentwickeln.

Mit einem weiteren Impuls berichtete Peter Berson (ACV) über die Nachhaltigkeitsreise des Automobilclubs – von konkreten Maßnahmen bis hin zum strategischen Prozess rund um das Siegel SDGold, mit dem der ACV als eines der ersten Unternehmen ausgezeichnet wurde.

EVACO-Impuls: „ESG meets KI“ – Intelligente Unterstützung bei der Berichtserstellung

Zum Thema „ESG meets KI: Intelligente Unterstützung bei der Berichtserstellung“ zeigten Kevin Gründker und Stefan Mauer von EVACO im Anschluss, wie Künstliche Intelligenz und Business Analytics die Nachhaltigkeitsberichterstattung spürbar entlasten können.

Im Fokus stand dabei ein zentraler Hebel: Datenintegration. ESG-relevante Informationen liegen in Unternehmen häufig verteilt in Richtlinien, Lieferantenerklärungen, Energie- und HR-Reports, Kennzahlensystemen oder externen regulatorischen Vorgaben. Moderne Analytics- und KI-Ansätze helfen, diese Quellen strukturiert zusammenzuführen und daraus konsistente Textbausteine für Berichte zu erzeugen.

Der Nutzen ist besonders groß, weil viele Inhalte wiederkehrend sind: Nachhaltigkeitsberichte, Auditnachweise, CO₂-Bilanzen oder Management-Kommentare werden regelmäßig aktualisiert, nicht jedes Mal neu geschrieben. Genau hier entsteht ein immenser Effizienzgewinn – bei gleichzeitig besserer Nachvollziehbarkeit, da man die Quellen jederzeit nachverfolgen kann.

Mehr als CSRD/ESRS: KI als Brücke zu gesetzlichen Meldepflichten

Ein wichtiger Punkt aus dem EVACO-Beitrag: Der Effekt endet nicht beim ESG-Reporting. Viele gesetzliche Meldepflichten sind eng mit ESG-Themen verwandt oder bilden Teilmengen davon, etwa entlang von Umwelt- und Produktverantwortung.

Beispielhaft lassen sich KI-gestützte Verfahren auch für Anforderungen nutzen wie:

  • EUDR (Nachweise zu entwaldungsfreien Lieferketten),

  • ElektroG / EAR (Melde- und Rücknahmepflichten),

  • KrWG (Kreislaufwirtschaft/Umweltanforderungen),

  • sowie weitere Nachweis- und Reportingpflichten in Lieferkette, Umwelt und Compliance.

RAG statt „Halluzination“: Verlässliche Texte auf Basis belastbarer Quellen

EVACO zeigte zudem, wie Retrieval-Augmented Generation (RAG) die Qualität der Textgenerierung deutlich erhöht: Statt „frei zu formulieren“, greift die KI gezielt auf hinterlegte, verlässliche Dokumente und Daten zu und erstellt daraus nachvollziehbare, faktenbasierte Textvorschläge – auf Wunsch mit Quellverweisen und mehrsprachig. Das schafft die Grundlage für prüfbare Berichte und reduziert manuellen Aufwand spürbar.

Austausch aus der Praxis: Wo KI heute noch herausfordert

In der Diskussion ging es auch um ganz praktische Fragen, z. B. wie Belege für CO₂-Bilanzierung über internationale Standorte hinweg systematisch gesammelt und strukturiert werden können – und welche Rolle bestehende KI-Tools dabei spielen.

Beim gemeinsamen Ausklang stand – ganz im Sinne des Netzwerks – der persönliche Austausch im Vordergrund: neue Kontakte, vertiefende Gespräche und konkrete Ansatzpunkte für die nächste Umsetzung und gegenseitige Unterstützung.

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