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AutoML in der Praxis mit Qlik Predict

Zukunft vorhersagen mit Qlik Predict und AutoML

Wie lassen sich Zeitreihen einfach und zuverlässig prognostizieren – ganz ohne Programmierung? Qlik Predict ermöglicht datenbasierte Vorhersagen „mit Bordmitteln“.

AutoML verständlich erklärt

Qlik Predict™ bringt eine integrierte AutoML-Engine in die Qlik Cloud Analytics™. Sie automatisiert zentrale Schritte des Machine-Learning-Prozesses: von der Datenaufbereitung über Feature Engineering und Modellauswahl bis hin zu Training, Bewertung und Deployment. Das Ergebnis: belastbare Prognosen ohne Data-Science-Know-how.

Typische Einsatzszenarien für Zeitreihen

Zeitreihenprognosen sind in vielen Bereichen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Typische Anwendungsfälle sind unter anderem:

  • Absatz-, Umsatz- und Cashflow-Prognosen
  • Produktions- und Materialbedarfsplanung
  • Predictive Maintenance und Wartungsplanung
  • Nachfrage-, Lieferzeit- und Lagerbestandsprognosen
  • Energieverbrauchs- und Lastspitzenprognosen

Modellbewertung: Genauigkeit zählt

Die Bewertung der Modelle erfolgt unter anderem mit dem MASE-Wert (Mean Absolute Scaled Error). Er zeigt, wie gut ein Modell im Vergleich zu einer einfachen naiven Prognose abschneidet. Je kleiner der MASE-Wert, desto zuverlässiger ist die Vorhersage – ein entscheidender Faktor für fundierte Planungsentscheidungen.

Integration in Qlik Cloud Analytics

Die erstellten Prognosen lassen sich flexibel integrieren:

  • direkt im Load Script über den Qlik Analytics Connector
  • interaktiv im Frontend mit dem Predict-Objekt
  • automatisiert über Qlik Automate
  • oder per REST API in externe Anwendungen

Call-to-Action

Wenn Du Zeitreihenprognosen anwenden möchtest: wir unterstützen gerne. Sehr zu empfehlen ist hierfür unser Qlik AI Training als Einstieg in die Materie.

Neu: Write-Funktion in Qlik Cloud

Write Table – Mehrwert und Anwendungsfälle

Mit Write Table kannst Du Werte oder Kommentare direkt im Analysekontext erfassen – inklusive Echtzeit-Synchronisierung, Change Store und optionaler Weiterverarbeitung über Qlik Automate.

Write Table ist eine editierbare Tabellen-Chart in Qlik Cloud Analytics, die Eingaben, Kommentare im Datenkontext ermöglichen. Qlik nennt als Beispiele u. a. Inventory- und Delivery-Management, Mitarbeitenden-Feedback sowie das Bearbeiten von Sales Opportunities – durch das Hinzufügen von editierbaren Feldern kann man so Daten durch qualitative Informationen anreichern.

Change Store und Echtzeit-Synchronisation

Änderungen werden in einem von Qlik verwalteten Change Store gespeichert und über aktive Sessions in Echtzeit synchronisiert. Das ermöglicht kollaboratives Arbeiten – und schafft die Grundlage, um Änderungen anschließend in Prozesse zu überführen (z. B. mit Qlik Automate).

Governance & Rechte

  • Edition/Verfügbarkeit: Write Table ist eine Cloud-Funktion und in bestimmten Qlik-Cloud-Editionen enthalten.
  • Berechtigungen: Für Setup/Verwaltung sind spezifische Rechte relevant (u. a. „Manage write table charts“).
  • Datenlebensdauer: Der Change Store hat eine Gültigkeitsdauer von 90 Tagen – wichtig für Audits, Nachvollziehbarkeit und Betriebsmodelle.
  • Section Access: Section Access greift nicht auf Change Store bzw. die Change-Store-API – das solltest Du im Sicherheits- und Rollenmodell berücksichtigen.

Wenn Du Write Table einführen willst, empfehlen wir einen pragmatischen Ansatz:

  1. Use-Case auswählen (z. B. Kommentieren vs. „echtes“ Daten-Update)
  2. Rechte/Rollenmodell definieren (wer darf was – und wo?)
  3. Governance klären (Nachvollziehbarkeit, Freigaben)
  4. Automatisierung anbinden (z. B. Übergabe in Tickets/Workflows via Qlik Automate)

Hier findest Du ein kleines Video zu Qlik Write Table. Falls Du die Mehrwerte von Write Table näher kennenlernen möchtest, bieten wir einen pragmatischen 30-Minuten-Check an, um Deinen konkreten Anwendungsfall zu beleuchten. Anruf genügt!

KI-Strategie 2026

Vom Hype zur strukturellen Wertschöpfung

Künstliche Intelligenz hat die Phase der bloßen Begeisterung verlassen. In der heutigen Unternehmenswelt ist KI kein reines IT-Projekt mehr, sondern ein zentraler Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, operative Exzellenz und neue Geschäftsmodelle. Doch während viele Unternehmen bereits mit Tools wie ChatGPT experimentieren, scheitern die meisten daran, KI skalierbar und wertstiftend einzusetzen. Der Grund: Es fehlt eine ganzheitliche Strategie.

Eine erfolgreiche KI-Strategie basiert nicht auf der Auswahl der „besten“ Software, sondern auf der Synchronisation von Technologie, Organisation und Unternehmenskultur. Die folgenden sieben Säulen bilden das Fundament für eine Transformation, die über bloße Effizienzgewinne hinausgeht.

  1. Vision & Business Value: Der Nordstern deiner Transformation

Jede KI-Initiative muss mit der Frage nach dem „Warum“ beginnen. Ohne eine klare Ausrichtung an der Unternehmensstrategie riskierst du teure Insellösungen ohne messbaren Impact.

  • Die Kernfrage: Welches strategische Problem lösen wir mit KI?
  • Das Ziel: Definiere klare KPIs. Geht es um die Senkung der Prozesskosten, die Steigerung der Kundenzufriedenheit oder die Erschließung völlig neuer Erlösströme? Nur was messbar ist, kann skaliert werden.
  1. Use Case Portfolio: Priorisierung statt Gießkanne

Die Möglichkeiten von KI sind nahezu unbegrenzt, die Ressourcen eines Unternehmens jedoch nicht. Entscheidungsträger müssen lernen, Use Cases nach zwei Kriterien zu bewerten: Business Impact und Machbarkeit. Starte nicht mit dem komplexesten Projekt. Identifiziere „Quick Wins“ (MVPs), die innerhalb weniger Monate Wert stiften. Ein gut gepflegtes Portfolio balanciert kurzfristige Erfolge mit langfristigen, disruptiven Innovationen.

  1. Daten & Infrastruktur: Das Fundament des Erfolgs

KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie gefüttert wird. „Garbage in, garbage out“ gilt heute mehr denn je.

  • Infrastruktur: Entscheide strategisch zwischen Cloud-Lösungen für maximale Flexibilität und On-Premise-Lösungen für maximale Datensouveränität.
  • Datenqualität: Eine moderne Datenstrategie muss Silos aufbrechen und eine „Single Source of Truth“ schaffen. Investitionen in die Datenarchitektur sind das notwendige Investment in die Intelligenz deiner zukünftigen Systeme.
  1. Organisation & Talente: Die menschliche Komponente

Die technologische Hürde ist oft niedriger als die kompetenzbezogene. Du benötigst nicht nur Data Scientists, sondern „KI-Übersetzer“, die Brücken zwischen Fachabteilungen und Technik schlagen. Bau ein AI Center of Excellence (CoE) auf, das Best Practices bündelt. Gleichzeitig muss ein breites Upskilling-Programm sicherstellen, dass die gesamte Belegschaft die nötige „AI Literacy“ erwirbt, um KI im Alltag produktiv zu nutzen.

  1. Governance & Ethik: Vertrauen als Wettbewerbsvorteil

In Zeiten des EU AI Acts ist Compliance keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Eine klare Governance regelt den Datenschutz, die Sicherheit und die ethische Verantwortbarkeit von KI-Entscheidungen. Unternehmen, die transparent mit Bias-Risiken und Datenschutz umgehen, gewinnen das Vertrauen von Kunden und Mitarbeitern. Betrachte Regulatorik nicht als Bremse, sondern als Leitplanke für nachhaltiges Wachstum.

  1. Change Management: Die Kulturreise

Die größte Barriere für KI ist oft die Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Kontrollverlust. KI-Transformation ist zu 20 % Technologie und zu 80 % Psychologie. Führungskräfte müssen eine Experimentierkultur vorleben, in der Fehler als Lernschritte akzeptiert werden. Kommuniziere offen: KI soll den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn von repetitiven Aufgaben befreien, um Raum für Kreativität und strategisches Denken zu schaffen.

  1. Roadmap & Skalierung: Der Weg zur AI-First-Company

Eine KI-Strategie ist kein einmaliges Dokument, sondern ein lebender Prozess. Beginne mit Pilotprojekten, aber plane von Tag eins an die Skalierung ein. Stell sicher, dass das Budget nicht nach der Pilotphase endet. Eine klare Roadmap definiert Meilensteine für die nächsten 12 bis 36 Monate und stellt sicher, dass die technologische Entwicklung mit den organisatorischen Kapazitäten Schritt hält.

Quintessenz & unsere Empfehlung an Dich

KI ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts. Wer sie nur als Werkzeug betrachtet, wird abgehängt. Wer sie als strategischen Partner begreift, positioniert sein Unternehmen für eine Ära beispielloser Produktivität. Eine KI-Strategie entwickelt sich nicht nebenher im Tagesgeschäft. Sie erfordert Fokus, Expertise und den Mut zur Priorisierung.

Wenn du diesen Prozess beschleunigen und auf ein solides Fundament stellen möchtest, unterstützen wir dich gerne persönlich. Wir bieten einen exklusiven 2-Tages-Workshop zum Thema KI-Strategie an. In diesem intensiven Format gehen wir gemeinsam mit deinem Führungsteam tief in alle oben genannten Kategorien.

Logistik-Mehrwerte durch KI

Vom Reporting zur echten Prozesswirkung

KI kann Logistikprozesse spürbar verbessern – von der schnelleren Reaktion im Leitstand bis zur stabileren Planung in Lager und Transport. In der Praxis entscheidet aber nicht das „KI-Feature“ allein über den Erfolg, sondern die Grundlage darunter: klare Kennzahlenlogik, saubere Daten, Governance und ein konsistenter Semantic Layer. Genau dieser BI-Unterbau liefert Struktur und Kontext – und macht KI-Ergebnisse erst belastbar und wiederholbar.

Umgekehrt hebt KI die Analytics-Nutzung auf ein neues Niveau: Statt sich durch Reports zu klicken, stellen Teams Fragen in natürlicher Sprache, bekommen automatische Insights, Prognosen und handlungsorientierte Antworten – schneller und näher am operativen Prozess. Gleichzeitig wird entscheidend, dass KI und Analytics auditierbar, nachvollziehbar und regelkonform umgesetzt werden – inklusive Berechtigungen, Lineage und regulatorischer Anforderungen.

Im Beitrag schauen wir auf vier Bereiche, in denen dieser Zusammenschluss aus Datenfundament und KI besonders wirksam wird: Data Analytics, Data Integration & Governance, KI Agents und Data Literacy.

Data Analytics: Vom Dashboard zu Conversational Analytics – direkt im Prozess

Der Trend geht zu Natural-Language-Analytics und GenAI-Copilots als „nächster Self-Service-BI-Stufe“. In der Logistik heißt das: weniger Suchen in Reports, mehr Antworten „auf Zuruf“ – dort, wo Entscheidungen entstehen.

Beispiele aus dem Logistik-Alltag:

  • Leitstand / Transportsteuerung: Disponent fragt im Chat: „Welche Sendungen reißen heute bis 16:00 Uhr voraussichtlich das SLA – und warum?“ KI kombiniert Echtzeitstatus, Cut-off-Zeiten, historische Laufzeiten und liefert eine priorisierte Ausnahmeliste inkl. Ursachen (Stau, fehlender Scan, Rampenengpass).
  • Warehouse Operations: Schichtleitung fragt: „Wo stauen sich heute die Picks?“ → KI erkennt Hotspots (Zone, Artikelgruppe, Gerätetyp), erzeugt automatisch Insights und schlägt Gegenmaßnahmen vor (Rebalancing, Nachschubpriorisierung).
  • Write-back / Entscheidungen dokumentieren: Statt nur zu analysieren, können verantwortliche Teams Maßnahmen direkt im BI-/Planungs-Frontend zurückschreiben (z. B. Kapazitätsanpassung, Slotting-Änderung, Sonderfahrt-Freigabe). (Tool-Beispiele aus dem Themenkanon: u. a. Conversational/BI-Ansätze, Predict & Answers, Write-Back-Lösungen).

Data Integration & Governance: Saubere Daten. Klare Regeln. Sichere KI.

Wenn KI operative Empfehlungen geben soll (z. B. Priorisierung, Forecast, Re-Routing), braucht es eine belastbare Datenbasis: Auditability, Lineage, Rollen-/Berechtigungsmodelle, DSGVO und AI-Governance müssen von Anfang an mitgedacht werden.

Übersetzt in den Logistik-Alltag:

  • End-to-End-Transparenz: WMS, TMS, ERP, Yard, Telematik/IoT und Carrier-Events werden integriert – damit „ETA“, „OTIF“ oder „Perfect Order“ nicht je Bereich anders berechnet werden. Ergebnis: ein konsistenter Semantic Layer, der KI sauber „füttert“.

  • Compliance & Nachvollziehbarkeit: Bei KI-gestützten Priorisierungen (z. B. knappe Rampenkapazität, Gefahrgut-Slots, temperaturgeführte Ware) muss erklärbar sein, warum eine Entscheidung so getroffen wurde – inklusive Datenherkunft und Regelwerk (Lineage/Audit).

  • Regulation-ready: Gerade im deutschsprachigen Raum (DSGVO, EU AI Act) ist Governance nicht „nice to have“, sondern Voraussetzung für skalierbare KI in produktiven Logistikprozessen.

KI Agents: Von Insights zu Aktionen – kontrolliert, integriert, wirksam

Der nächste Schritt nach „Erkennen“ ist „Handeln“: KI-Agenten können Insights in Workflows übersetzen – sicher integriert und mit respektierten Zugriffsrechten statt „Shadow-KI“. Protokolle wie A2A und MCP stehen dabei für die Idee, dass Agenten kontrolliert mit Systemen und Kontext arbeiten.

Praxisbeispiele in Logistikprozessen:

  • Exception Handling als Agent-Workflow: Agent überwacht Abweichungen (fehlender Scan, Temperaturalarm, ETA-Risiko), öffnet automatisch ein Ticket im TMS/WMS, hängt relevante Belege an, schlägt Maßnahmen vor (Umplanung, Sonderfahrt, Alternativdepot) und erstellt eine Carrier-/Kundeninfo zur Freigabe.
  • Dokumente & SOPs per RAG: Agent beantwortet Fragen wie „Welche SOP gilt bei Gefahrgut-Umverpackung?“ oder „Welche Incoterms-Regel greift bei Kunde X?“ auf Basis interner Dokumente – mit Quellen und Berechtigungen. (Im Themenkanon: RAG-/Enterprise-Agents, Agentic AI).
  • Procurement & Bestandsmanagement: Agent identifiziert drohende Stockouts, prüft Lieferanten-Lead-Times, erstellt Bestellvorschläge und stößt Genehmigungsprozesse an – statt dass Teams täglich manuell Listen pflegen.

Data Literacy: Vom Bauchgefühl zur daten- und KI-kompetenten Organisation

KI erhöht die technische und organisatorische Komplexität. Ohne Kompetenz verpuffen KI-Initiativen, deshalb zählen Data Culture und Data Literacy zu den wichtigsten Langfrist-Trends.

Praxisbeispiele in Logistikprozessen

Schicht- & Leitstands-Teams befähigen: Nicht jede:r braucht Python – aber jede:r sollte KI-Ergebnisse einordnen, kritisch prüfen und verantwortungsvoll nutzen können (z. B. bei Prognosen, Ursachenanalysen, automatischen Empfehlungen).

„Trust“-Mechanik im Alltag: Trainings zu KPI-Logik, Datenqualität, „Halluzinationen“ und sicheren Prompts sorgen dafür, dass KI als Assistenz wirkt – nicht als Black Box.

Henne oder  Ei? All of the above! 

KI in der Logistik ist dann besonders stark, wenn sie auf einer belastbaren BI- und Datenbasis aufsetzt – und wenn sie vom Insight zur Aktion kommt: Conversational Analytics für schnelle Antworten, Governance für Vertrauen, Agents für Prozesswirkung und Data Literacy für nachhaltige Verankerung.

Wenn Du KI in Lager, Transport oder Planung produktiv nutzen willst, ohne das Ristiko einer Schatten-IT und Governance-Probleme einzugehen, dann sprich uns gerne an.